Über mich

Poesie entdeckte ich für mich mit ca. 15 Jahren, als ich in der Solinger Stadtbibliothek Gedichtbände von Paul Celan fand, die mir in schwierigen Zeiten Kraft gaben. Ich probierte aus, eigene Gedichte zu schreiben und sandte einige davon zu einem Gedichtwettbewerb der Stadtbibliothek und wurde prompt ausgewählt, als eine von sechs Autoren vor Ort zu lesen. Ich hatte unglaubliches Lampenfieber …

Später in Berlin begann ich, eigene Kurzgeschichten zu schreiben, die erste, um zu verarbeiten, dass ich einen Peruaner in Ecuador kennengerlent hatte, von dem mir kurze Zeit später berichtet wurde, dass er umgebracht worden war. Gedichte schrieb ich zu dieser Zeit über das mehr oder weniger gelingende Zusammenwachsen von Ost und West im Berlin der Jahrtausendwende.
Ich studierte zunächst Theater- Film und Fernsehwissenschaft, Literatur und Publizistik an der FU Berlin. Im dritten Semster wurde mir dies zu zerfastert und ich wechselte nach einer Umbruchskrise zu Volkswirtschaftslehre, behielt aber die Literatur als Zweitstudium bei, um noch etwas Erbauliches nach den Vorlesungen in Rechnungswesen und Mikro- und Makroökonomie zu haben.

2010 suchte ich, als ich in Berlin keine Perspektive mehr für mich sah, ohne Geld, ohne Kraft und ohne Plan nach einem neuen Ort für mich und landete in Schottland, wo ich u.a. für Gaia Education, das Moray Art Centre und die Findhorn Foundation arbeitete. Ich begann regelmäßig zu meditieren, da der Foundation Bus mich gegen 8.30h auf dem Campus absetzte und ich die Wahl hatte, 30 Min. früher mit der Arbeit alleine in einem kalten Büro zu beginnen oder in einem warmen gemütlichen Raum in Gemeinschaft zu meditieren.
In Findhorn nahm ich auch an den ersten schamanischen Workshops bei Franco Santoro teil, der bei der ersten Begegnung zum Fenster hineingestiegen kam, als die Dozentin sich gerade auf die Suche nach ihm gemacht hatte. Bei einer Schweizer Schamanin hatte ich meine erste Einzelsession und sie nahm eine große Last von mir weg, die ich bereits mein ganzes Leben mit mir herumgetragen hatte.

Danach konnte ich erleichtert nach Berlin zurückkehren, wo ich nach einer neuen Aufgabe suchte und diese durch mehrere Zufälle bei einem vietnamesischen Bildungsinstitut fand, für das ich dann mehrere Jahre Kinder und Jugendliche unterrichtete und bei der Integration in Deutschland half. Es folgten Fortbildungen zur LRS-Trainerin, Lerncoach und Integrativen Lerntherapeutin, da es mir Freude bereitete zu sehen, wie den Kinder und Jugendlichen mit fachlicher und therapeutischer Hilfe das Lernen leichter fiel, sie ihre Sorgen ablegen und wieder spielerischer und mit einem Strahlen in den Augen durchs Leben gehen konnten.

Bei einem Vortrag in einer Jurte im Strandbad Berlin-Weißensee lernte ich meine langjährige schamanische Lehrerin Petra Hinze kennen, bei der ich eine Ausbildung zur „Gesundheitspraktikerin – schamanisches Heilwissen“ absolvierte. Seitdem unterstütze ich gerne Menschen mit den schamanischen Methoden, ihr Leben zu transformieren und zum Erblühen zu bringen.

Wie ich zu Musik, Tanz und Performance kam, erzähle ich gerne ein anderes Mal, vielleicht persönlich an einem Lagerfeuer. Und von meinen Reisen und Auslandsaufenthlaten in Südamerika, Frankreich, Polen, Russland, Indien, Schottland lässt sich viel berichten …

Bis bald!